Shuttlebus zur Single-Party im „Atrium“

1 03 2008

(Bastian Becker) Zusammen mit dem Fachbereich Schule, Sport, Kultur, Familie, Soziales und Jugend hat der Runde Tisch zur Jugendsituation Herzebrock-Clarholz bei seiner letzten Sitzung erneut einen Shuttle-Bus zur Rietberger Diskothek „Atrium“ organisiert.

Am Samstag, 01. März 2008 rollt der Bus für alle Jugendlichen über 18 Jahren zur Single-Party. Spaß ist vorprogrammiert – beispielsweise sollen Bilder der Gäste per Digital Kamera auf einen Beamer projeziert werden. Musikmäßig läuft der aktuelle Party-Mix: Charts – Party – Dance. Die Hin- und Rückfahrt kostet 5 Euro zzgl. Eintritt.

Der Bus fährt wie gewohnt um 21:00 Uhr am Parkplatz des Busunternehmens Bakenfelder und um 21:05 Uhr am Herzebrocker Bahnhof ab. In Richtung Heimat geht es wieder um 0:30 Uhr und 3:00 Uhr. Es findet keine Betreuung durch die Gemeinde Herzebrock-Clarholz statt.





Die armen Jugendlichen

1 09 2007

(hc) Was mussten die armen Jugendlichen in der letzten Zeit alles durchmachen? Es begann mit den ganzen neuen Gesetzentwürfen rund ums Rauchen, die die Nikotinversorgung der Jugendlichen deutlich einschränken werden. Rauchen erst mit 18. Schlecht für die Siebtklässler, wenn ihre großen Brüder selbst nicht mehr an die „Kippen für die Schule” kommen. Stichwort Schule: Seit dem neuen Schuljahr gibt es wieder Kopfnoten. Fäuste auf dem Pausenhof werden mit harten Beurteilungen auf dem Zeugnis bestraft… Besitzer brutaler Snaff-Handy-Videos müssen sich nun einen neuen Drehort suchen, erst recht, seitdem der Gebrauch von Handys und Mp3-Playern ab sofort an vielen Schulen verboten ist. Auf Deutschlands Schulhöfen wird Langeweile herrschen… Nun wird auch der Letzte, zumindest die Themen des vorherigen Schuljahres kennen müssen, um seinen Abschluss zu bekommen, denn lediglich lästige Abschlussprüfungen halten die Schüler auf Trab. Mehr Turbulenzen erlebt man lediglich, wenn man sich als Tokio Hotel Fan in Frankreich aufhält.

Dann wäre da noch das Zentralabitur. Wieviele Lehrer und Schüler gerieten ins Schwitzen, als beim diesjährigen Debut der zentralen Abiturprüfungen nicht alles glatt lief. Fehler in den Aufgaben, nicht v o r h a n d e n e Lernmaterialien und ein Ratespiel, welche Themen gekonnt werden mussten. Es wird immer härter für die armen Jugendlichen… Die Eltern vom Geburtstag abholen und dabei selber ein paar Runden frisches Pils vom Fass genießen, um sich die Rückfahrt zu verschönern? Fehlanzeige! Seit dem 01.08. verbietet die 0 Promille – Grenze feucht-fröhliche Ausflugsfahrten. Wenn überhaupt mit dem Auto gefahren werden darf. Denn statt einem Auge zu, drückt die Polizei mittlerweile ganz gerne auf den „Blitzauslöser”. Schöne Fotos und eine volle Staatskasse sind gesichert! Die neueste aller neuen Rechtschreibereformen muss gesetzlich eingehalten werden und nach der Schule ballern geht auch nicht mehr lange…Counterstrike und Co. werden verboten. Die armen Jugendlichen. Wie sieht der jugendliche Rebell Ende diesen Jahres wohl aus? Ein Tokio Hotel Fan, der betrunken zur Abschlussprüfung heizt und sich mittendrin über das Handy Zigaretten in die Schule bestellt?





Es ist Sonntag morgens

1 07 2007

(hc – Christian Vetere) Es ist Sonntag morgens. An einem Platz, auf dem wenige Stunden zuvor eine Party stattgefunden hat, die scheinbar einer „freie Pillen für alle“-Kampagne auf der Loveparade glich. Es ist an einem Ort, der sich mal Spielplatz nannte und der wie jedes Wochenende in einen Sammelcontainer für Altglas, Pfandflaschen und überhaupt jedem Müll umfunktioniert wird. Jetzt im Morgengrauen schaut er so aus, als sei eine Bombe unmittelbar in die Mülldeponie eingeschlagen. Rentner sprechen von teilweise schlimmeren Bildern, als man sie von den Orkanen und Erdbeben aus den Nachrichten kennt. Ahnungslose Hundebesitzer glauben ein Ufo sei abgestürzt, wenn der Wuffi plötzlich mit undefinierbarem Schrott im Mund aus dem Gebüsch springt. Das waren Jugendliche! (schallt es aus den umliegenden Seniorenküchen) Und tatsächlich: Man fragt sich mittlerweile immer häufiger, ob man einen Trend verpasst hat. Dieser Gedanke kommt einem häufig, bei dem Anblick einiger halbwüchsiger Biergenießer. Sie veranstalten Krawalle, wie sie beim G8 Gipfel an der Tagesordnung stehen. Doch bei der Frage nach dem „warum”, bekommt man zu hören, dass es „cool” sei, seinen Müll nicht wegzuräumen und das eigentlich unbewachsene Territorium der Parkbank mit Bier und Spucke zu bewässern. Doch wer setzt den Jugendlichen diesen Floh ins Ohr? Wer setzt diesen Trend und bestimmt, dass Müll und Dreck hinterlassen „cool” ist?

Es ist eine Minderheit, die trotz Erziehung und dem Anspruch an eigene Sauberkeit immer wieder die Definition eines Mülleimers verlernt. Und trotzdem sind alle, besonders die Jugendlichen mit einem halbwegs klaren Weltbild von dieser Problematik betroffen. Ein Kinderspielplatz, der Samstagabends zu einer „Wodkaflaschen -Weitwurf-Arena” mutiert, ist genauso uncool wie öffentliche Toiletten, die den Plumpsklos des mittelalterlichen Paris gleichen. Diese Dinge sind ein Bild für Jugendliche ohne Zivilcourage. Auch wenn es für einige von ihnen „uncool” ist, dieses Wort buchstabieren zu können, muss ihnen dieser