(hc – Mareike Pavenstädt) Ich bin nun seit etwa zwei Monaten in Québec, Kanada und die Landschaft hier hat sich in den letzten Tagen extrem verändert. Der sogenannte „Indian Summer“ naht – die Blätter der Bäume verfärben sich in den schönsten Farben. In den ersten Wochen, die ich hier verbracht habe war es sehr sommerlich (strahlend blauer Himmel, bis zu 40 Grad Celsius). Einfach perfekt, um Urlaubsgefühle aufkommen zu lassen. Ich habe Tage am Strand des Sankt-Lorenz- Stroms verbracht, war Kanu fahren, habe kanadische Sportarten (Baseball und Football) getestet und natürlich das wunderschöne Montréal, das auch die Stadt der Künstler genannt wird, besichtigt. In den Kneipen Montréals haben heutzutage bekannte Kuenstler, wie zum Beispiel Kurt Cobain, ihre ersten Konzerte gegeben.
Das alte Montréal mit seinen engen Gassen, kleinen Cafés und Straßenkünstlern erinnert sehr an Paris. Im Kontrast dazu erkennt man „Downtown“ die amerikanische Bauweise mit immensen Wolkenkratzern wieder. In Montréal treffen die unterschiedlichsten Kulturen aufeinander und jede dieser Kulturen hat sein eigenes Viertel (beispielsweise Chinatown oder „Little Italy“). Auf dem Mont Royal, der höchsten Erhebung der Stadt, hat man einen wunderschönen Ausblick auf die gesamte Stadt, dass heißt das Olympiastadion, Sankt- Lorenz Strom, die Innenstadt, die Kathedrale Notre-Dame, etc. Außerdem gibt es dort einen riesigen Park, in dem sich abends des öfteren Musiker treffen und es herrscht einfach eine gemütliche Atmosphäre. Im Winter kann man in dem Park Skilanglauf und andere Wintersportarten betreiben.
Jedoch mußte auch irgendwann der Alltag und somit auch die Schule beginnen. Meine Schule ist mit 1500 Schülern eine durchschnittliche weiterführende Schule. Der Stundenplan gilt für 9 Tage, an jedem Tag hat man 4 Stunden à 75 Minuten. Es gibt Pflichtfächer wie Mathematik, Französisch und Englisch. In den Wahlfächern kann man mehrere Schwerpunkte, beispielsweise in Sprachen (an meiner Schule kann man sogar deutsch lernen), Naturwissenschaften, Sport oder im künstlerischen Bereich, belegen. Jeder Schüler hat hier einen Kalender, in dem alle vergessenen Hausaufgaben, Verspätungen, Fehlstunden, etc. eingetragen und später auf dem Zeugnis vermerkt werden. Pro Jahr gibt es 4 Zeugnisse und am Ende des Jahres die Abschlussprüfungen und wenn man die besteht, erhält man ein Diplom. Meine Gastfamilie hat mich von Anfang an herzlich aufgenommen. Wir machen viele Aktivitäten zusammen und sie versuchen alles, damit ich hier ein wunderschönes Jahr mit vielen Erfahrungen habe.
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