Mobbing

1 10 2008

(hc – Maria Gambino) Was ist „Mobbing“ eigentlich? Wurde ich vielleicht selbst schon mal gemobbt oder habe ich andere gemobbt? Ich glaube, viele haben sich diese Frage schon mal gestellt. Ich selbst wurde auch schon gemobbt, und muss ehrlich gestehen, dass ich auch schon mal gemobbt habe. Mobbing ist nichts Schönes oder etwas, worauf man stolz sein kann! Mobbing ist, wenn man Mitschüler/innen oder andere Jugendliche die anders sind als man selbst beleidigt, schlägt oder fiese Sachen an den Kopf wirft. Wenn man in Cliquen oder kleinen Gruppen jemanden der anders ist dumm anmacht oder etwas gemeines sagt, fühlt man sich vielleicht in der Clique bzw. Gruppe toll, da man den anderen seine „Coolness“ beweisen kann oder bewiesen hat. Aber haben sich diejenigen auch mal gefragt, wie es ist, wen man sich in die Lage desjenigen versetzt, der gemobbt wird? Ich kenne das Gefühl, und muss sagen, dass es kein schönes oder gutes ist! Im Gegenteil, es fühlt sich richtig doof an und man zweifelt an sich selbst. Am Anfang versucht man sich zu wehren, so nach dem Motto: „Wie du mir, so ich dir!“, aber irgendwann kann man einfach nicht mehr und es kommen Selbstzweifel auf und man fühlt sich in der eigenen Haut nicht mehr wohl. Viele wollen es nicht zu geben oder den Lehrern und Eltern erzählen, da man sich einfach nur schämt! Doch es ist besser, ihnen zu erzählen, dass man gemobbt wird. Sonst geht es einem irgendwann so schlecht, dass man die Eltern versucht zu überzeugen, dass man krank ist oder man eine Krankheit vortäuscht um bloß nicht zur Schule zu müssen. Oder man fängt an den ganzen Kummer und die Wut auf die Mitschüler in sich hinein zu „fressen“ und wird nur noch unglücklicher!

Es kann aber auch ganz anders kommen, man verändert seine Persönlichkeit und das meistens zum Schlechten und das nur, um dazu gehören zu können. Man fängt an andere mit zu mobben, um selbst nicht mehr gemobbt zu werden. Da ihr jetzt einiges zum Thema „Mobbing“ erfahren habt, versucht mal euch in die Lage desjenigen zu versetzten,  den  ihr mobbt oder vorhabt  ein weiters mal zu mobben. Versetzt euch mal in die Lage und achtet mal auf euer Gefühl, was das dazu sagt, wen ihr von anderen solche Wörter an den Kopf bekommen würdet und wie ihr euch dann fühlt. Fühlt ihr euch dann immer noch so toll und cool? Und an die, die vielleicht gemobbt werden, schämt euch nicht dafür, dass ihr es werdet sondern geht zu euren Lehrern und Eltern und erzählt ihnen davon. Dann könnt ihr gemeinsam eine Lösung finden, wie das mobben aufhören kann.





Befragung zu den Jugendhäusern

1 10 2008

(hc – Laura Woznik, Maria Gambino ) Wir haben eine Befragung an der von-Zumbusch Realschule durchgeführt, um zu erfahren, wie die Jugendlichen die Jugendhäuser in ihrer Umgebung ( Klein Bonum und Jugendhaus St. Christina) finden. Manche fanden die Freizeitstädten interessant, andere wiederum finden sie verbesserungsbedürftig. „Ich finde es super, dass die Ferienspiele in den Ferien angeboten werden!“, sagte Julia Kuhre aus.  Christina Buske :“ In der Schulzeit könnte man vielleicht mehrere Angebote stattfinden lassen! Aber ich finde es toll, dass es da so ein „Chillbereich“ mit der Couch und so gibt!“.  “ Dass da so oft „wannabe Gangstas “ rumsitzen finde ich nicht so schön, sagte Laura Hegemann. Damit haben wir also gemischte Meinungen über die Jugendhäuser in unsere Umgebung.





Interview mit dem Bürgermeister

1 02 2008

(hc – Christina Neumann, Bastian Becker) Unser Bürgermeister, Herr Jürgen Lohmann, hat sich für die Redaktion der Jugendseite Zeit genommen, um ein kleines Interview durchzuführen. Wir haben ihm Fragen zu seiner Jugend und der Situation der Jugendlichen in Herzebrock-Clarholz gestellt.

Red.: Was haben Sie in Ihrer Jugend gerne gemacht? Waren Sie in einem Verein?
Mein Vater war Handballtrainer einer Jugendmannschaft, und so bin ich mit dem Handball sozusagen aufgewachsen. Ab meinem 10. Lebensjahr habe ich dann aktiv im Verein gespielt.

Red.: Wo haben Sie sich mit Ihren Freunden getroffen bzw. was haben Sie mit Ihnen unternommen?
Ich habe mich mit meinen Freunden überwiegend draußen getroffen, Fußball gespielt und geredet. Wir hatten aber auch die Möglichkeit uns ab und zu in der Werkstatt meiner Eltern oder bei uns im Haus aufzuhalten.

Red.: Stellen Sie sich vor, Sie wären in unserem Alter. Wie würden Sie Ihre Freizeit innerhalb der Gemeinde gestalten?
Sicherlich würde ich meine Freizeit nutzen um Sport in einem Verein zu treiben. Red.: Haben Ihrer Meinung nach Jugendliche in Herzebrock-Clarholz ausreichend Möglichkeiten, etwas zu unternehmen? (Treffpunkte, Veranstaltungen) Es wird wohl nie ausreichend Möglichkeiten und Orte geben, wo Jugendliche sich treffen können. Dafür gibt es einfach viel zu unterschiedliche Interessen auf die man nicht alle eingehen kann. Ich bin jedoch der Meinung, dass die Jugendlichen in unserer Gemeinde viele Möglichkeiten haben etwas zu unternehmen. Beispielsweise bieten die Jugendhäuser und Vereine viele Möglichkeiten.

Red.: Wo sehen Sie den Auslöser der Streitereien zwischen Jugendlichen und Erwachsenen in unserer Gemeinde und was können wir Jugendlichen tun, damit es weniger Auseinandersetzungen mit den Erwachsenen (Anwohnern, Polizei) gibt?
Der Grund für einen Großteil der Streitereien sind Jugendliche, die Plätze und Anlagen unsauber hinterlassen und viel Lautstärke produzieren. Gewalttätige Auseinandersetzungen zwischen Jugendlichen und Anwohnern / Ordnungskräften gab es bei uns bisher nicht. Man kann dieses Thema jedoch nicht verallgemeinern. Unstimmigkeiten treten überall dort auf, wo verschiedene Generationen und deren Interessen aufeinander treffen. Das war schon immer so. Genau deshalb setzen wir beispielsweise Ordnungskräfte ein, die die Interessen der jeweiligen Menschen berücksichtigen und dementsprechend handeln, um Ungerechtigkeiten und Streitereien zu vermeiden. Auseinandersetzungen können einfach vermieden werden, indem man jeweils für die Position des anderen etwas Verständnis aufbringt.

Red.: Haben Sie in naher Zukunft vor, mehr Freizeitangebote für Jugendliche anzubieten?
Die Gelder lassen es momentan nicht zu, mehr Freizeitangebote für Jugendliche zu organisieren. Jedoch gibt es genug Plätze, wo sich Jugendliche ab einem gewissen Alter auch ohne Aufsichtspersonen aufhalten können, wie z.B. auf der Rasenfläche hinter der Turnhalle um Fußball zu spielen, oder dem Skaterpark um Skateboard zu fahren.

Red.: Haben Sie Kinder oder Enkelkinder?
Beides! Meine beiden Kinder sind 27 und 29 Jahre alt und ein Enkelkind habe ich auch; das ist gerade ein halbes Jahr alt.

Red.: Gibt es etwas, was Sie abschließend den Jugendlichen in unserer Gemeinde sagen möchten?
Ich finde, Jugendliche unserer Gemeinde sollten die Chancen nutzen, mit den „Erwachsenen“ in den Dialog zu treten, z.B. beim Runden Tisch zur Jugendsituation. Leider scheinen viele Jugendliche an einem Austausch nicht besonders interessiert zu sein, denn viele Möglichkeiten werden nicht genutzt oder müssen mangels Beteiligung aufgegeben werden (Bsp.: Jugendparlament). Jugendliche sollten nicht nur Ansprüche stellen, sondern sich auch für ihre Wünsche einsetzen, z.B. in der Jugendarbeit oder in Vereinen. Die Jugend soll mitwirken, sie ist unsere Zukunft. Ich versuche ihnen zu helfen, ihre Wünsche zu erfüllen und die Chancen aufzubauen, die sie brauchen. Im Übrigen möchte ich aber auch darauf hinweisen, dass es in Herzebrock-Clarholz schon viele Jugendliche gibt, die sich in vorbildlicher Weise engagieren.

Red.: Vielen Dank für das Gespräch Herr Lohmann.
Ich bedanke mich für euer Interesse.

An dieser Stelle nochmals vielen Dank an unseren Bürgermeister Herrn Lohmann für die ausführliche Beantwortung unserer Fragen.