Interview mit Frank Börgerding

1 05 2008

(Christina Neumann, Bastian Becker) Anlässlich des 30-jährigen Jubiläums des Jugendhauses „Klein Bonum“ haben wir ein Interview mit dem Leiter Frank Börgerding geführt.

Red.: Frank, wie kommt ein Verler dazu, ein Jugendhaus in der Gemeinde Herzebrock-Clarholz zu leiten?

Frank: Heutzutage muss man mobil und flexibel sein, um einen guten Arbeitsplatz zu bekommen. Ein 30-minütiger Arbeitsweg ist meines Erachtens nach kein Problem.

Red.: Seit wann bist du im „Klein Bonum“ tätig?

Frank: Ich arbeite seit Januar 2002, also mittlerweile seit sechs Jahren im Jugendhaus Klein Bonum.

Red.: Welche Aufgaben erwarten dich als Leiter eines Jugendhauses?

Frank: Also, als Leiter und einzig Festangestellter Mitarbeiter in einem Jugendhaus füllt man die Funktion eines Einzelkämpfers aus. Man muss praktisch Alles können und Alles machen. Das geht los bei der ganzen Büroarbeit: Abrechnungen, Statistik, Berichte, Pressearbeit, Plakatgestaltung und Homepagepflege. Dann plane und organisiere ich alle Aktionen, Veranstaltungen und Projekte und bin natürlich bei der Durchführung auch dabei. Sitzungen und Arbeitskreise gehören auch zum täglichen Geschäft eines Jugendhausleiters. Zusätzlich bin ich für die Einkäufe verantwortlich und leite Praktikanten, Honorarkräfte und Ehrenamtliche an. Als Hauptaufgabe sehe ich allerdings den Offenen Jugendtreff: Hier gilt es für Gespräche, Beratungen und Diskussionen zur Verfügung zu stehen, zu integrieren, zu schlichten, zu motivieren und zu bilden.

Red.: Was war dein bisher schönstes, was dein traurigstes Erlebnis im „Klein Bonum“?

Frank: Die schönen Erlebnisse sind immer die, wenn man merkt, dass die Arbeit Früchte trägt: Ich habe schon sehr viele positive Verhaltensveränderungen bei Jugendlichen beobachtet du freue mich jedes Mal sehr darüber.

Auf der anderen Seite ist es Schade, dass Offene Kinder- und Jugendarbeit bei Vielen mit negativen Vorurteilen behaftet ist. Dies zu verändern und mehr Transparenz in die Arbeit zu bringen benötigt sehr viel Mühe. Man fühlt sich manchmal als würde man mit Windmühlen kämpfen.

Red.: Ist die 30-jährige Jubiläumsfeier so verlaufen, wie du es dir vorgestellt hast?

Frank: Ja auf jeden Fall. Es hat alles funktioniert und das Wetter hat auch mitgespielt. Der Tag war gut besucht und ich glaube wir konnten ein gutes Bild unserer Arbeit darstellen. Am meisten hat mich gefreut, dass so viele Jugendliche mitgearbeitet haben und ihre Aufgaben sehr verantwortungsvoll erledigt haben.

Red.: Der Bürgermeister hat in seiner Rede zur Jubiläumsfeier dein besonderes Engagement für die Jugendlichen hervorgehoben. Welche Ziele willst du in der Zukunft verfolgen?

Frank: Die Ziele müssen immer flexibel an die Bedürfnisse und Wünsche der Jugendlichen angepasst werden. Diese verändern sich aber oft ganz schnell. Es gibt also ganz viele kleine Ziele, die ich verfolge. Als ein großes Ziel steht die Einrichtung eines Kraftraumes im Klein Bonum auf dem Plan.

Red.: Apropos Ziele; Erzähl uns etwas über dein Leben außerhalb des „Klein Bonum’s“! Hast du Familie mit Kindern?

Frank: Ich bin verheiratet und habe zwei Kinder. Meine Tochter ist sechs Jahre und mein Sohn wird im April zwei Jahre alt. Die Kinder stehen bei uns immer im Mittelpunkt und wir versuchen so viel Zeit wie möglich mit ihnen zu verbringen.

Red.: Last but not least; was machst du in deiner Freizeit?

Frank: Ich fahre Motorrad und spiele Gitarre in einer Band. Musik, Freunde und Familie sind ein ganz wichtiger Faktor in meinem Leben.

Die Redaktion bedankt sich ganz herzlich für das Interview. Wir wünschen dir weiterhin viel Erfolg mit dem „Klein Bonum“ und möchten uns für deine unverzichtbare Unterstützung als Koordinator der Redaktion bedanken!





Werksbesichtigung bei VW in Wolfsburg

1 04 2008

Am Mittwoch den 12.03.2008 bin ich mit meiner Klasse vom Reinhard- Mohn- Berufskolleg nach Wolfsburg zur Autostadt und zum VW- Werk gefahren. Die ersten drei Stunden sind wir durch die Autostadt gelaufen und haben uns alles angeschaut, was an Autos dort stand. Bei Audi, Bentley, Seat, Skoda, Volkswagen und dem VW-Zeithaus, in dem man die Autos im Zeitraffer betrachten konnte, standen meist nur Autos mit kurzer Geschichte und manchmal auch einem Film zum anschauen.

Bei Lamborghini konnte man jedoch einen gelben Lamborghini an einer Wand, untermalt mit Lasern, Rauch und den Sound des Motors begutachten. Um 13:00 Uhr ging es dann in kleine Busse, mit denen wir dann durchs Werk gefahren sind. Auf der Fahrt dorthin sah man eine Uhr auf der stand, wie viele Autos bis zu diesem Zeitpunkt in Wolfsburg das Werk verlassen haben. Als erstes waren wir im Presswerk, dort wurde das Stahlblech in Form gepresst und das mit einer Kraft als würde man den Eifelturm auf ein Stück Stahlblech werfen. Dann sind wir in einen anderen Teil des Werkes gefahren wo wir die „Hochzeit“ begutachten konnte. Die Hochzeit ist der Arbeitsschritt, in dem die Karosserie mit dem Motor zusammen gesetzt wird.

Leider konnten wir vom Werk nicht mehr sehen, denn um sich alles genau anzuschauen bräuchte man drei Wochen lang 8 Stunden am Tag Zeit.





Vorklausuren & Prüfungsstress

1 04 2008

(hc – Christina Neumann) Lernen, lernen, lernen. Etwas Besseres kann man sowieso nicht machen, wenn man vor den Vorklausuren und den Prüfungen steht. Vorklausuren dauern drei Schulstunden, in denen man den Unterrichtsstoff der letzten ein ein halb Jahre noch mal braucht. Diese Klausuren werden dann mit der mündlichen Zensur und der Zensur des letzten Halbjahres zusammen gerechnet und so entsteht die Vornote. Diese braucht man dann um noch weiter lernen zu dürfen! Zu den Prüfungen wird man nämlich nur zugelassen wenn man eine gute Vornote hat und dann heißt es wieder lernen, lernen und noch mal lernen, damit man auch die Prüfungen schafft, die dann vier Schulstunden geschrieben werden.





Streit mit den Geschwistern

1 03 2008

(hc – Christina Neumann) Habt ihr das auch schon mal erlebt, wo eure Geschwister immer meinen Recht zu haben und ihr ganz genau wisst, das sie im Unrecht sind? Meine Geschwister und ich streiten und jeden Tag mehrere Male, das ist ganz normal. Mal ist es wegen einer Kleinigkeit, aber ein anderes Mal ist es vielleicht auch weil etwas kaputt gegangen ist oder ihr euch verletzt fühlt. Aber egal was es ist, nach ein paar Minuten sind meine Geschwister und ich wieder ein eingespieltes Team und arbeiten zusammen und haben Spaß. Geschwister behält man ein Leben lang, deshalb sollte man versuchen mit einander zu reden über die Probleme und Streitigkeiten, dann macht es auch wieder Spaß mit seinen Geschwistern etwas zu unternehmen und jeder Streit der vorher war ist aus der Welt geschafft.





Interview mit dem Bürgermeister

1 02 2008

(hc – Christina Neumann, Bastian Becker) Unser Bürgermeister, Herr Jürgen Lohmann, hat sich für die Redaktion der Jugendseite Zeit genommen, um ein kleines Interview durchzuführen. Wir haben ihm Fragen zu seiner Jugend und der Situation der Jugendlichen in Herzebrock-Clarholz gestellt.

Red.: Was haben Sie in Ihrer Jugend gerne gemacht? Waren Sie in einem Verein?
Mein Vater war Handballtrainer einer Jugendmannschaft, und so bin ich mit dem Handball sozusagen aufgewachsen. Ab meinem 10. Lebensjahr habe ich dann aktiv im Verein gespielt.

Red.: Wo haben Sie sich mit Ihren Freunden getroffen bzw. was haben Sie mit Ihnen unternommen?
Ich habe mich mit meinen Freunden überwiegend draußen getroffen, Fußball gespielt und geredet. Wir hatten aber auch die Möglichkeit uns ab und zu in der Werkstatt meiner Eltern oder bei uns im Haus aufzuhalten.

Red.: Stellen Sie sich vor, Sie wären in unserem Alter. Wie würden Sie Ihre Freizeit innerhalb der Gemeinde gestalten?
Sicherlich würde ich meine Freizeit nutzen um Sport in einem Verein zu treiben. Red.: Haben Ihrer Meinung nach Jugendliche in Herzebrock-Clarholz ausreichend Möglichkeiten, etwas zu unternehmen? (Treffpunkte, Veranstaltungen) Es wird wohl nie ausreichend Möglichkeiten und Orte geben, wo Jugendliche sich treffen können. Dafür gibt es einfach viel zu unterschiedliche Interessen auf die man nicht alle eingehen kann. Ich bin jedoch der Meinung, dass die Jugendlichen in unserer Gemeinde viele Möglichkeiten haben etwas zu unternehmen. Beispielsweise bieten die Jugendhäuser und Vereine viele Möglichkeiten.

Red.: Wo sehen Sie den Auslöser der Streitereien zwischen Jugendlichen und Erwachsenen in unserer Gemeinde und was können wir Jugendlichen tun, damit es weniger Auseinandersetzungen mit den Erwachsenen (Anwohnern, Polizei) gibt?
Der Grund für einen Großteil der Streitereien sind Jugendliche, die Plätze und Anlagen unsauber hinterlassen und viel Lautstärke produzieren. Gewalttätige Auseinandersetzungen zwischen Jugendlichen und Anwohnern / Ordnungskräften gab es bei uns bisher nicht. Man kann dieses Thema jedoch nicht verallgemeinern. Unstimmigkeiten treten überall dort auf, wo verschiedene Generationen und deren Interessen aufeinander treffen. Das war schon immer so. Genau deshalb setzen wir beispielsweise Ordnungskräfte ein, die die Interessen der jeweiligen Menschen berücksichtigen und dementsprechend handeln, um Ungerechtigkeiten und Streitereien zu vermeiden. Auseinandersetzungen können einfach vermieden werden, indem man jeweils für die Position des anderen etwas Verständnis aufbringt.

Red.: Haben Sie in naher Zukunft vor, mehr Freizeitangebote für Jugendliche anzubieten?
Die Gelder lassen es momentan nicht zu, mehr Freizeitangebote für Jugendliche zu organisieren. Jedoch gibt es genug Plätze, wo sich Jugendliche ab einem gewissen Alter auch ohne Aufsichtspersonen aufhalten können, wie z.B. auf der Rasenfläche hinter der Turnhalle um Fußball zu spielen, oder dem Skaterpark um Skateboard zu fahren.

Red.: Haben Sie Kinder oder Enkelkinder?
Beides! Meine beiden Kinder sind 27 und 29 Jahre alt und ein Enkelkind habe ich auch; das ist gerade ein halbes Jahr alt.

Red.: Gibt es etwas, was Sie abschließend den Jugendlichen in unserer Gemeinde sagen möchten?
Ich finde, Jugendliche unserer Gemeinde sollten die Chancen nutzen, mit den „Erwachsenen“ in den Dialog zu treten, z.B. beim Runden Tisch zur Jugendsituation. Leider scheinen viele Jugendliche an einem Austausch nicht besonders interessiert zu sein, denn viele Möglichkeiten werden nicht genutzt oder müssen mangels Beteiligung aufgegeben werden (Bsp.: Jugendparlament). Jugendliche sollten nicht nur Ansprüche stellen, sondern sich auch für ihre Wünsche einsetzen, z.B. in der Jugendarbeit oder in Vereinen. Die Jugend soll mitwirken, sie ist unsere Zukunft. Ich versuche ihnen zu helfen, ihre Wünsche zu erfüllen und die Chancen aufzubauen, die sie brauchen. Im Übrigen möchte ich aber auch darauf hinweisen, dass es in Herzebrock-Clarholz schon viele Jugendliche gibt, die sich in vorbildlicher Weise engagieren.

Red.: Vielen Dank für das Gespräch Herr Lohmann.
Ich bedanke mich für euer Interesse.

An dieser Stelle nochmals vielen Dank an unseren Bürgermeister Herrn Lohmann für die ausführliche Beantwortung unserer Fragen.