(Christina Neumann, Bastian Becker) Anlässlich des 30-jährigen Jubiläums des Jugendhauses „Klein Bonum“ haben wir ein Interview mit dem Leiter Frank Börgerding geführt.
Red.: Frank, wie kommt ein Verler dazu, ein Jugendhaus in der Gemeinde Herzebrock-Clarholz zu leiten?
Frank: Heutzutage muss man mobil und flexibel sein, um einen guten Arbeitsplatz zu bekommen. Ein 30-minütiger Arbeitsweg ist meines Erachtens nach kein Problem.
Red.: Seit wann bist du im „Klein Bonum“ tätig?
Frank: Ich arbeite seit Januar 2002, also mittlerweile seit sechs Jahren im Jugendhaus Klein Bonum.
Red.: Welche Aufgaben erwarten dich als Leiter eines Jugendhauses?
Frank: Also, als Leiter und einzig Festangestellter Mitarbeiter in einem Jugendhaus füllt man die Funktion eines Einzelkämpfers aus. Man muss praktisch Alles können und Alles machen. Das geht los bei der ganzen Büroarbeit: Abrechnungen, Statistik, Berichte, Pressearbeit, Plakatgestaltung und Homepagepflege. Dann plane und organisiere ich alle Aktionen, Veranstaltungen und Projekte und bin natürlich bei der Durchführung auch dabei. Sitzungen und Arbeitskreise gehören auch zum täglichen Geschäft eines Jugendhausleiters. Zusätzlich bin ich für die Einkäufe verantwortlich und leite Praktikanten, Honorarkräfte und Ehrenamtliche an. Als Hauptaufgabe sehe ich allerdings den Offenen Jugendtreff: Hier gilt es für Gespräche, Beratungen und Diskussionen zur Verfügung zu stehen, zu integrieren, zu schlichten, zu motivieren und zu bilden.
Red.: Was war dein bisher schönstes, was dein traurigstes Erlebnis im „Klein Bonum“?
Frank: Die schönen Erlebnisse sind immer die, wenn man merkt, dass die Arbeit Früchte trägt: Ich habe schon sehr viele positive Verhaltensveränderungen bei Jugendlichen beobachtet du freue mich jedes Mal sehr darüber.
Auf der anderen Seite ist es Schade, dass Offene Kinder- und Jugendarbeit bei Vielen mit negativen Vorurteilen behaftet ist. Dies zu verändern und mehr Transparenz in die Arbeit zu bringen benötigt sehr viel Mühe. Man fühlt sich manchmal als würde man mit Windmühlen kämpfen.
Red.: Ist die 30-jährige Jubiläumsfeier so verlaufen, wie du es dir vorgestellt hast?
Frank: Ja auf jeden Fall. Es hat alles funktioniert und das Wetter hat auch mitgespielt. Der Tag war gut besucht und ich glaube wir konnten ein gutes Bild unserer Arbeit darstellen. Am meisten hat mich gefreut, dass so viele Jugendliche mitgearbeitet haben und ihre Aufgaben sehr verantwortungsvoll erledigt haben.
Red.: Der Bürgermeister hat in seiner Rede zur Jubiläumsfeier dein besonderes Engagement für die Jugendlichen hervorgehoben. Welche Ziele willst du in der Zukunft verfolgen?
Frank: Die Ziele müssen immer flexibel an die Bedürfnisse und Wünsche der Jugendlichen angepasst werden. Diese verändern sich aber oft ganz schnell. Es gibt also ganz viele kleine Ziele, die ich verfolge. Als ein großes Ziel steht die Einrichtung eines Kraftraumes im Klein Bonum auf dem Plan.
Red.: Apropos Ziele; Erzähl uns etwas über dein Leben außerhalb des „Klein Bonum’s“! Hast du Familie mit Kindern?
Frank: Ich bin verheiratet und habe zwei Kinder. Meine Tochter ist sechs Jahre und mein Sohn wird im April zwei Jahre alt. Die Kinder stehen bei uns immer im Mittelpunkt und wir versuchen so viel Zeit wie möglich mit ihnen zu verbringen.
Red.: Last but not least; was machst du in deiner Freizeit?
Frank: Ich fahre Motorrad und spiele Gitarre in einer Band. Musik, Freunde und Familie sind ein ganz wichtiger Faktor in meinem Leben.
Die Redaktion bedankt sich ganz herzlich für das Interview. Wir wünschen dir weiterhin viel Erfolg mit dem „Klein Bonum“ und möchten uns für deine unverzichtbare Unterstützung als Koordinator der Redaktion bedanken!
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