(hc – Katharina Petermeier) Die Jugend von heute: In den Augen vieler Erwachsener mit einer unzumutbaren Lebenseinstellung gekennzeichnet. Da wird uns Jugendlichen im Allgemeinen einfach mal schnell unterstellt, dass wir übermäßig viel Alkohol und illegale Drogen konsumieren würden. Auch würden wir fremdes Eigentum nicht respektieren können. All dies ergibt sich aus einer Umfrage, die die Bertelsmannstiftung im Jahre 2007 unter 1000 Erwachsenen ab 34 Jahren in der Stadt Gütersloh durchgeführt hat. Und die Zahlen sind zu mindest für uns Jugendliche erschreckend: 76% Prozent der Befragten kritisieren demnach die Lebenseinstellung und 40% sind sich sogar sicher, dass wir später nicht mit den gesellschaftlichen Herausforderungen zu Recht kommen würden. Wie sollen wir denn das auch wenn uns nichts zugetraut wird und wenn Erwachsene schon mit einem solch negativen Bild in die Zukunft blicken?
Natürlich sind nicht alle Jugendlichen gleich und es mag auch welche geben, auf die die Befürchtungen zutreffen. Aber das ist doch noch lange nicht der Großteil! Wie sollen wir für die Zukunft lernen, wenn wir nicht einmal die Möglichkeit bekommen etwas auszuprobieren?
Ernst Ferstl wurde im Jahre 1955 geboren und war seinerzeit Dichter. Er hat einmal gesagt: „Die von der Zukunft nichts wissen wollen, können der Gegenwart nichts mehr zutrauen…“ Aber soll das heißen, dass sich die Erwachsenen nicht für die Zukunft interessieren? Ich glaube kaum, denn schließlich werden wir Jugendlichen mal für ihre Rente arbeiten gehen. Also warum versuchen dann die Erwachsenen nicht uns bestmöglich für die Zukunft vorzubereiten?
Aber ich will mal nicht zu hart mit der Erwachsenenwelt sein. Man kann schließlich auch etwas Positives aus der Umfrage ziehen: Ganze 92,2 % der Befragten finden uns Jugendliche sympathisch. Das ist doch schon mal was. Und man beachte sogar 91,5 % nehmen unsere Ansichten ernst. Doch ist das nicht eine Selbstverständlichkeit? Schließlich nehmen wir die Erwachsenen auch ernst. Ich glaube, dass dieses Thema nie ein Ende finden wird. Denn wahrscheinlich hatten unsere Eltern damals genau das gleiche Problem und es wird sich noch einige Generationen weiter tragen. Und man beachte dabei: Auch sie haben es geschafft und bewältigen die gesellschaftlichen Herausforderungen gar nicht mal schlecht.
Also bleibt uns Jugendlichen letztendlich nichts anderes übrig, als sich mit unserem Schicksal abzufinden und später allen anderen zu zeigen, dass wir das Zeug dazu haben eine gelungene Gesellschaft zu sein, die auch die Herausforderungen des Alltags bewältigen kann. Denn sprechen darüber kann man schließlich so viel man will, doch überzeugen kann man die Anderen wahrscheinlich nur mit Taten.
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